Mixery Raw Deluxe Stage
23.15 Uhr Azad
22.15 Uhr Sean Price
21.20 Uhr Fard
20.30 Uhr Kollegah & Favorite
19.50 Uhr Marteria
19.10 Uhr Die Orsons
18.30 Uhr WSIH
17.50 Uhr Snaga&Pillath
16.50 Uhr Dickes B!
16.15 Uhr Nomis & Döll
15.45 Uhr Eskimo the Soulion
15.05 Uhr WBN Squad
14.30 Uhr Zumento
12.00 Uhr 1on1 Freestyle Battle
AZAD
(VN) Azad. Das bedeutet frei, tapfer und stark auf kurdisch. Ein starker Name, hinter dem man automatisch eine starke Persönlichkeit vermutet. Der Bozz kam als Flüchtlingskind nach Deutschland und hatte seine ersten Kontakte zu HipHop durch Breakdance. Weitere Schlagworte, die seine Musik erläutern, sind Graffiti, Rap, Beatbox. In kurz: Straßenrap. Gemeinsam mit seinem Turntable-Team The Transformers gewann er 2001 den Da Swing DJ Battle und sein erstes Solo-Album, das er selbst produzierte, erschien. Seitdem arbeitet er mit bekannten Künstlern der deutschen HipHop Szene zusammen. Sein eigenes Label gehört zu Universal Music und genießt einen guten Ruf. In der Pressemitteilung zu seinem neusten Album »Azphalt Inferno 2« heißt es: »Der Bozz vereint die Klänge des Betons mit seinen Fähigkeiten als Poet der Straße.« Musikgewordene Authentizität.
FARD
Fard hat in zahlreichen Battlerap-Schlachten quer durch die Nation bewiesen, dass seine Ruhrpott-Reime wirklich nach Straße klingen. Sein Künstlername bedeutet »Religiöse Pflicht«. Aber Fard ist kein Rap-Prediger. Er erzählt vom Leben der Unterschicht aus seiner Sicht mit klaren Punchlines und Charisma. Das Freestylen liegt ihm, da er mit guter Technik und Ruhrpott-Wortwitz ausgestattet ist. Mit Erfolgen macht er sich einen Namen in der Szene und schafft es auf mehrere »1on1 Freestyle Battle«-DVDs. Es folgt sein erstes Mixtape »Blut, Schweiß, Tränen & Triumph «, das ohne Label direkt vertrieben wird. 2008 veröffentlichte er sein Album »Omerta«, benannt nach dem Schweigegelübde der italienischen Mafia. Es erzählt von Ehre, Freundschaft und Gewalt.
Kollegah & Favorite
Wer sich mit der Rap-Macht aus Berlin anlegt, sollte besser etwas drauf haben. Sido, Fler und Co. zeigen sich meist wenig zimperlich, aber Kollegah und Favorite mucken nicht umsonst auf. Sie könnten das Machtgefüge tatsächlich ins Wanken bringen, denn sie besitzen eine überragende Rap-Technik und ein wenig aufgesetztes Straßenköter-Image. Kollegah wuchs die meiste Zeit vaterlos auf. Mit zwölf Jahren verlor Favorite seine Eltern und verbrachte seine Jugend in verschiedenen Kinderheimen. Rap war für beide der Weg, um raus aus dem Alltagsleid zu kommen. Kollegah sorgte in der Battlerapszene für Furore und auch Favorite wurde schon früh von Labelboss Slick One entdeckt. Beide haben inzwischen mehrere Alben veröffentlicht und konnten Chartsplatzierungen vorweisen. Kollegah‘s Reimtechnik ist einzigartig, während bei Favorite der Titel des aktuellen Albums »Anarcho« Programm ist. Zwei heiß diskutierte Künstler der Rapszene kloppen ihre Reime auf der RhEINKULTUR, also urteilt selbst, ob hier eine Wachablösung am HipHop-Olymp bevor steht.
Marteria
In Lichtenhagen erblickte Marten Laciny das Licht der Welt und weist einen interessanten Lebenslauf auf – vom Mannschaftssport beim FC Hansa Rostock, bis zum Modeln für die Modemogule Hugo Boss und Diesel in den Metropolen Paris, Mailand und New York. Und dann ist da noch sein HipHop- Projekt Materia. 2006 avancierte sein Album »Halloziehnation« zum Untergrundklassiker. Als Teil der »Underdog Crew« gab es einen Live-Act auf dem größten HipHop- und Reggae-Festival Europas, dem Splash!, ab. Mit »Base Ventura« rückt der 24-jährige sein Alter Ego in den Mittelpunkt. Die künstlich verzerrte Stimme fand rasch Anklang unter namhaften Künstlern wie Jan Delay, der Marismoto live hören wollte. Von dem Szenemagazin »Juice« ausgezeichnet, teilte Marten Laciny wenig später einen Tourbus mit dem Solokünstler und Mitglied der »Beginner«.
Die Orsons
Jenseits vom grimmig-bösen Gangsta-Rap sprengen die vier Jungs von den »Orsons« mit Ironie-Bomben die HipHop-Szene. Der nach eigenen Aussagen »größte Hype seit den Beatles« kommt zur RhEINKULTUR. Kaas, Maeckes, Plan B und Tua nehmen sich bei den Orsons Urlaub von ihren eigenen Hip Hop-Projekten und ein Blick auf die Trackliste des ersten Albums »Das Album« zeigt, dass es sich hier um einen Sommerurlaub in Cala Ratjada handeln muss. Mit »Der Fuchs plant nichts Gutes«, dem »Tretboot-Driveby« oder auch »Die Orsons bauen eine Schaukel« rufen die vier Jungs die Spaß-Revolution gegen die Bordstein-Kollegen aus. Auf der Bühne präsentieren sie auch das 2009er Werk mit dem leicht blasphemischen Titel »Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Orsons«.
WSIH
(VN) WSIH – das sind die Kürzel für »Wir Sind Im Haus«, einer Gruppe von Musikern, die sich neu zusammengetan hat und gemeinsam ein Album herausbringen will. Das Mixtape »Cukunftsmusik (Das Making Of)« ist ein Vorgeschmack darauf. In den Songs geht es um Besonderes im Leben, aber auch um alltägliche Erlebnisse. So kann man sich in vielen der Texte selbst wieder finden. Und wer steckt hinter WSIH? Wer ist denn nun im Haus? Es sind PhreQuincy, Juvel und Josof, die hier zusammen kommen. Sie arbeiteten schon mit Leuten wie Azad, Curse und Eko Fresh zusammen. Und wenn das nicht reicht, um zu beeindrucken: PhreQuincy hat auch schon in den USA mit den ganz großen gearbeitet, denn 50 Cent-Manager Sha Money XL nahm PhreQuincy als G-Unit-Hausproduzent unter Vertrag. Unterm Strich ist WSIH eine höchst mysteriöse Konspiration von Rappern, die nichts preisgeben will, bevor sie nicht ihr Album draußen hat und auf der Bühne vorm Publikum steht.
Snaga & Pillath
Zwei Schwergewichte des Ruhrpott-Rap geben sich auf der RhEINKULTUR die Ehre. Sie haben zwei der größten Rap-Labels in Deutschland verschlissen und machen inzwischen ihr eigenes Ding mit Ruhrpott Illegal. Einen Namen machten sie sich mit authentischem Rap, inspiriert von Vorbildern aus Amerika. Mit 3-P stand gleich eines der ganz großen HipHop-Labels auf der Matte. Nach dem Mixtape »Die Linke und die Rechte Hand Gottes« zogen die beiden 2006 allerdings von Frankfurt nach Hamburg. Samy Deluxe schnappte sich die beiden Talente für sein Label Deluxe Records. 2007 kommt dort auch das Debütalbum »Aus Liebe zum Spiel« heraus. Wenn euch die Geschichten der Straße reizen, lasst euch von den Punchlines der beiden Pott-Prinzen auf die Bretter schicken.
Dickes B!
(BB/SE) Hinter Dickes B! verbirgt sich nicht etwa eine geheime Liebesbotschaft an Berlin, wie der bekannte Seeed Song vermuten lässt. Dickes B! ist eine zehnköpfige Kölner Band um die beiden Rapper Macka und Max. Die Kombo lernte sich auf einer Freestylejam im Kölner MTC kennen und fasste noch in der gleichen Nacht den Entschluss, gemeinsam durchzustarten. Noch bevor es zum ersten Mal ins Studio ging, machten die Domstädter die deutschen Clubs unsicher. Seit der Gründung stemmte die Band über 400 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr Erstling »Einmal um die Welt« brachte Dickes B! nicht nur postwendend in Funk und Fernsehen, sondern auch gemeinsam mit Genregrößen wie Nosliw, Dendemann oder den Fantastischen Vier auf die Bühne. Ihr Credo: positive Texte mit tanzbarer Rapmusik. Der Nachfolger »Original« erregte großes Aufsehen in der Musikszene und lief unter anderem auf Eins Live und Funkhaus Europa. Im Herbst 2010 kommt das dritte Studioalbum »B-Prominent « in die Läden. Vorbilder gibts es keine. Sei dein eigener Held!
No Mis & Döll

(VN) No Mis (Foto) & Döll sind seit drei Jahren aktiv und haben sich bereits gemeinsam bei mehreren Wettbewerben bewiesen. Für Döll ist es laut eines Interviews für die Jam Session 2010 wichtig, »sein eigenes Ding durchzuziehen. Das Publikum merkt irgendwann, wenn man echt ist.« No Mis fügt hinzu, dass es auf das »optimale Gesamtbild« und vor allem auf »Skills« ankommt. Seiner Meinung nach sollten die Rapper heutzutage nicht irgendwelche Trends und Flows anderer kopieren, denn das sei langweilig. Man merkt, hier handelt es sich um zwei Rapper, die sich selbst treu vor dem Publikum ehrlich sind und mit ihren deutschen Texten Menschen ansprechen wollen. Völlig unabgehoben reden und erzählen sie und schaffen es dabei, stets ein kleines bisschen zu beeindrucken.
Eskimo The Soulion

(SR/TM) »Keine Gimmicks, keine Schauspielerei«. Der Bonner Künstler Eskimo the Soulion zeigt klar, dass hier keine flache Partymusik zu erwarten ist. Es soll um das Persönliche gehen und seine Musik soll immer Inspiration sein. Die Symbiose verschiedener Musikstile hat sich zu einer ganz eigenen Soundästhetik entwickelt. Eskimos ehrliche Gesangsstimme transportiert die zahlreichen, teils schweren Inhalte seiner Songs und schafft es doch, weder wehleidig noch predigend zu klingen. Soulion ist dabei ein Wort, das Eskimo irgendwann einmal eingefallen ist. Es steht für die Stärke von innen und den Willen, sich mitzuteilen. Dass sein Sound auch ankommt, zeigte ein Konzert im Bonner Club »Bar Ludwig« vor 600 euphorisierten Gästen, bei dem es durchweg positives Feedback gab. Reggaetown. de nennt sein Debütalbum »einen perfekten Consciuos-Rap-Reggae-Diamanten, der in keinem CD-Schrank fehlen sollte.« Auf der Bühne wird Eskimo the Soulion von einer Band unterstützt. Die gesampelten Stücke werden so komplett neu interpretiert.
WBN Squad
(TM) Schon bei der RhEINKULTUR 2008 haben sie bewiesen, dass sie für HipHop mit Attitude stehen. Auch in diesem Jahr überwiegt bei den Hessen der raue Klang der Straße. Seit 2003 existiert die WBN-Squad und besteht aus vier Rappern, zwei DJs, zwei Produzenten, einem Veranstaltungstechniker sowie einem Grafiker. Diese Mischung ergibt weniger eine geschlossene Band, sondern versteht sich selbst als Plattform und Lobby für die daran beteiligten Künstler. Neben dem Rheinhiphop-Jam Session-Gewinner Hollis MC finden sich hier auch die Gewinner des Political Rap Contest 2007 V-acht & Samzonite sowie der Finalist des Political Rap Contest 2008 J-Loco. Mit den Nachwuchskünstlern DJ Brice sowie Synthi & Koma schließt sich der musikalische Kreis.
Zumento

(VN) Der Name Zumento bedeutet »Leopard « in Kamerun. Er identifiziert sich mit dieser Raubkatze, einem Einzelgänger, der im Dschungel täglich ums Überleben kämpft. Seit er 15 ist, lebt Zumento, halb Kamruner halb Grieche in Köln. Bereits 1998 formte er seine Gruppe Komplisses. 2008 entschied er, solo auf Tour zu gehen. Mittlerweile heizt er das Publikum für Rapgrößen wie Method Man oder Dilated People auf. Seine tiefgreifenden Texte erzählen von positiven aber auch schmerzhaften Erfahrungen und Gewissensbissen. Es geht um Elend, Hass, Leid und Kriege. Gleichzeitig vergisst er aber auch nicht Hoffnung, Liebe und die Lust zu leben.
1on1 Freestyle Battle

Traditionell wird die RheinHipHop-Stage auch in diesem Jahr wieder mit dem 1on1 Freestyle Battle eröffnet. Die Competition ist ausserdem der Startschuss für die offizielle deutsche Meisterschaft im Freestyle Rap. Um 12.00 Uhr geht‘s also los. Der Sieger im Battle qualifiziert sich automatisch für das 1on1-Freestyle-Battle-Deutschland-Finale, um dort unter den 16 besten deutschen Freestyle-MCs um die Krone zu batteln. Anmelden könnt ihr euch unter:
www.out4fame.de www.freestyle-battle.com zurück







